St. Johannes Nep. Harth

Harth ist eine sehr junge Kirchengemeinde, die bis zum Jahr 1924 als Filialkirche zu Weiberg gehörte. Sie wurde erst am 15. Mai 1924 als Pfarrvikarie eigenständig und erst im Jahr 1948 von Erzbischof Dr. Lorenz Jaeger zur Pfarrgemeinde Harth erhoben. Der 1. Pfarrvikar war Johannes Strawe im Jahr 1924, er wurde im Jahr 1926 von Clemens Hetzel abgelöst, der am 04. Mai 1948 1. Pastor in Harth wurde.



Es wird von einem alten Pfarrdorf Hepern erzählt, das ca. im Jahr 1200 Richtung Volbrexen angesiedelt war. Dieses Pfarrdorf wurde vermutlich zu den Zeiten der Soester Fehde in den Jahren 1444-1449 zerstört. Noch heute erinnert das Hepernkreuz und auch die Hepernstraße im Ort an diesen Namen. Die damaligen Bewohner suchten deshalb Schutz oberhalb der Burg Ringelstein, den heutigen Standort von Harth. In dieser Zeit wurde Harth der Pfarrgemeinde Siddinghausen zugesprochen. Im Jahr 1752 wurde auf Bestimmung Moritz von Büren die Pfarrei Siddinghausen zweigeteilt; in die Pfarrei Weiberg und Pfarrei Siddinghausen – Harth wird der Gemeinde Weiberg zugeteilt.

Die erste eigene Kapelle wurde 1737 in Harth errichtet, und erhielt im Jahre 1752 eindeutig Johannes von Nepomuk als Kapellenpatron und Lukas als Schutzpatron der Gemeinde zugesprochen. In der Kapelle war nur selten Gottesdienst, deshalb mußten die Harther nach Weiberg zur Kirche. Ab Juli 1917 wurde dann an allen Sonn- und Feiertagen in der Harther Kapelle der Gottesdienst gefeiert, was die Harther freudig aufnahmen.

Diese Kapelle wurde schnell zu klein und mußte dann im Jahr 1923 umgebaut und erweitert werden, die Einweihung war am 18.10. am Lukastag.

Von 1947 - 1951 wurde diese Kapelle zu einer neuen, großen Kirche in der jetzigen Größe umgebaut. Im September 1948 wurden vier neuen Glocken mit der Bahn nach Ringelstein transportiert und im Oktober 1948 geweiht und im Turm installiert. (Die größte Glocke ist dem hl. Lukas geweiht, die zweite der hl. Agatha, die dritte der hl. Maria und die vierte dem hl. Johannes.) Durch die Währungsreform herrschte Geldknappheit und der Innenausbau verzögerte sich.

Am 28. Mai 1948 hat der Erzbischof Dr. Lorenz Jaeger die Pfarrvikarie zur Pfarrei Harth erhoben, da der Kultusminister von NRW und der Regierungspräsident von Minden hierzu die Genehmigung erteilt hatte, und Vikar Hetzel wurde zum Pfarrer ernannt.



Zum Inneren der Kirche:

Blickfang ist das große Triumphkreuz mit dem Christkönig, das vom Hildesheimer Bildhauer Waldmann stammt. Dieses Kreuz wurde anfangs von der Gemeinde sehr skeptisch betrachtet.

Am 18. Oktober 1951 wurde die neue Kirche endgültig  durch Erzbischof Lorenz Jaeger geweiht und ihrer Bestimmung übergeben. 

 
 

 
 

1954 zieht die Fatima Muttergottes in die kl. Kapelle unter dem Turm ein. Die vorhandene Orgel war Ende 1961 in einen derart schlechten Zustand, dass sie generalüberholt wurde. Weitere Umbaumaßnahmen dienten der Erhaltung und Verschönerung unserer Pfarrkirche. Im Jahr 1962 wurde die Kirche innen renoviert und umgestaltet. An der Nordseite wurde ein größeres Fenster gebrochen, und hinter dem Kreuz wurde Mosaik angebracht. Im Jahr 1974 erhielt die Kirche von innen und außen einen neuen Anstrich. Im Jahr 1982 wurde die Orgel restauriert, und der Kirchturm von außen renoviert – was wegen Feuchtigkeit dringendst erforderlich war.
Im Jahr 1970 erhielt die Kirche einen neuen Altar aus „Anröchter Stein“. Auch die Heiligenfiguren vom Hauptaltar der alten Kirche wurden wieder in die Kirche gebracht.  
Im Jahr 1989 war 50jähriges Bestehen der Pfarrei St. Joh. Nepumuk Harth.  Eine erneute Renovierung der Kirche von außen und 1991 von innen wurde erforderlich. 




Besondere Feiertage auf der Harth:

Am Sonntag nach den 16. Mai ist die Johannes-Prozession zu Ehren des Hl. Johannes Nepumuk  zum Hepernkreuz. Am 18. Oktober feiern wir unseren Schutzpatron Lukas  mit einem feierlichem Hochamt.