Gemeinsam auf dem Weg

Feierliche Übergabe bestätigter Pastoralvereinbarung für Raum Büren

Büren(WV). 15 000 Katholiken im Pastoralverbund Büren haben sich gestern auf den Weg in eine gemeinsame Zukunft gemacht. In einer feierlichen Messe in der Jesuitenkirche hat Domkapitular Thomas Dornseifer den Gläubigen die von Erzbischof Hans-Josef Becker bestätigte Pastoralvereinbarung zurückgegeben.

In zwei Jahren hatten eine Steuerungsgruppe und verschiedene Arbeitskreise, die an vielen »Baustellen« tätig waren, diese Vereinbarung unter dem Leitwort »Eine große Stadt ersteht« erarbeitet, um auch angesichts der veränderten Strukturen in der Kirche einen lebendigen Glauben praktizieren zu können. Sie soll die Seelsorge in den angeschlossenen zehn Gemeinden für die nächsten Jahre beschreiben. Mit der Übergabe der unterzeichneten Pastoralvereinbarung ist gestern nun der Startschuss gefallen.

In seiner Predigt vor etwa 500 Messbesuchern griff Domkapitular Thomas Dornseifer das Gleichnis vom Feigenbaum ohne Früchte aus dem Lukas-Evangelium auf. Die Gemeindemitglieder seien in die Rolle des Weinbauern aus dem Gleichnis geschlüpft, der den Feigenbaum nicht einfach mit der Axt umhaue. Auch die Gläubigen gäben dem Pastoralen Raum eine Chance, weiter zu wachsen und hätten mit der Erarbeitung der Vereinbarung den Boden bereitet. Sie hätten an vielen Baustellen gearbeitet, überlegt und diskutiert. »Eine Erfolgsgarantie gibt es für die Maßnahmen nicht. Die Pastoralvereinbarung ist weder Gesetz noch Evangelium, sondern eine Wegbeschreibung«, sagte Dornseifer. Auch werde die Stadt niemals fertig oder perfekt sein, und es werde weitere Baustellen geben. »Aber sie wird lebens- und liebenswert mit einer unvergleichlich schönen Zukunft sein«, sagte der Domkapitular. Es sei nicht wichtig, wo die Hauptamtlichen wohnten, oder wer was zu sagen habe. »Am Ende zählt nur, wieviele Früchte am Baum hängen«, sagte Thomas Dornseifer, »mögen Sie alle die Kraft haben an den Baustellen zu arbeiten, auch da, wo Sie bei der Wahl der Werkzeuge noch nicht einer Meinung sind.« Dornseifer überbrachte die »ausdrückliche Ermutigung« des Erzbischofs, sich auf den Weg zu machen. Die Pastoralvereinbarung übergab Dornseifer schließlich für die gesamte Gemeinde an Elisabeth Vonnahme aus Siddinghausen als Mitglied der Steuerungsgruppe. Die Besucher der Messfeier bedachten die Übergabe mit Beifall. Mitgebracht hatte Dornseifer ein in der Benediktinerabtei Königsmünster von Pater Abra­ham gefertigtes Kreuz. Insgesamt wird es davon nur 87 im Erzbistum Paderborn geben, die für die gleiche Anzahl der Pastoralen Räume stehen. In Büren wurde das 27. gesegnet.

Der Pastorale Raum Büren vereinigt nun die zehn Gemeinden Brenken, Büren, Eickhoff, Harth, Hegensdorf, Siddinghausen, Steinhausen, Weine, Weiberg und Wewelsburg. Hauptamtlich werden sich vier Geistliche und drei Subsidiare um die Seelsorge im Pastoralen Raum kümmern.




Quelle: Westfalen-Blatt vom 29.02.2016


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Veröffentlicht
08:55:00 02.03.2016