Ein ganz besonderes Fest

B ü t t n e r (eB). Schauplatz einer ganz besonderen Veranstaltung war die Bürener Stadthalle. 350 Flüchtlinge und Bürener feierten gemeinsam ein Begegnungsfest mit Musik, Tanz und gegenseitigem Kennenlernen. Eingeladen zu diesem internationalen Fest hatte die Bürener Flüchtlingsinitiative »Büren ist bunt«.



Es war das zweite Fest dieser Art. »Im vergangenen Jahr hatten noch alle Teilnehmer Platz im Pfarrheim, aber aufgrund des starken Flüchtlingszuwachses war ein Umzug in die Stadthalle notwendig «, sagt Irene Ahmed-Blumenthal, Sprecherin der Initiative. Doch die Resonanz war völlig offen. Da Büren derzeit rund 450 Flüchtlingen (ohne Stöckerbusch) Platz bietet, wurden 400 Stühle gestellt. Und die waren zur Eröffnung fast alle besetzt. Wie viele Nationalitäten sich an diesem Nachmittag in der Stadthalle tummelten, konnte niemand genau sagen, begrüßt wurden sie aber in fünf Sprachen. »In einer Zeit, in der täglich von der ›Flüchtlingskrise‹ zu hören ist, 

möchten wir mit Ihnen gemeinsam ein Zeichen setzen«, sagte Irene Ahmed-Blumenthal. »Du kannst gegen Krieg sein, du kannst gegen Gewalt sein, du kannst gegen Terror sein. Aber du kannst nicht gegen die sein, die davor fliehen«, zitierte sie den Slogan der Pro- Asyl-Kampagne. Mit dem Begegnungsfest wolle man deutlich machen, dass mit gegenseitigem Kennenlernen und Verstehen ein friedliches Zusammenleben in einer bunten und vielfältigen Gesellschaft möglich sei. »Nutzen Sie die Gelegenheit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und verbringen Sie eine schöne Zeit miteinander.« Zu den Gästen gehörten viele ehrenamtliche Helfer. Besonders denen galt der Dank von Landrat Manfred Müller. »Es ist großartig, was Sie machen. Ohne Ihr ehrenamtliches Engagement wäre das alles nicht zu schaffen. Das ist wahre Menschlichkeit«, sagte er. Auch Bürens Bürgermeister Burkhard Schwuchow schloss sich den Dankesworten des Landrats an. Schwuchow appellierte aber auch an die Flüchtlinge, sich an die Grundwerte ihres Gastlandes zu halten: »Dieses ist ein freies Land. Wer sich zu den geltenden Werten bekennt, kann hier eine Heimat finden.« Unzählige Kuchen waren als Spenden eingegangen und wurden von den ehrenamtlichen Helfern aus Brenken und Büren kostenfrei verteilt. Kostenfrei war für die Initiative auch die Hallennutzung, die von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde. Zudem war aus dem Topf des Pfarrverbunds Büren eine großzügige finanzielle Unterstützung geflossen. »Wir haben so viel Positives aufgenommen, es macht Spaß zu sehen, dass alle glücklich sind«, freute sich Jutta Schmidt aus Brenken, die sich selbst stark in die Flüchtlingsarbeit einbringt. Nach Kaffee und Kuchen hatten dann die jungen Damen der Tanzgruppe aus Brenken ihren Auftritt. Livemusik von einer international besetzten Band und Vorführungen irakischer Volkstänzer schlossen sich an. Ein weiterer Höhepunkt war das Buffet mit unzähligen internationalen Spezialitäten.