kfd Büren erinnert an den Tag der Diakonin

kfd Büren erinnerte in ihrer Messfeier am Mittwoch, 28. April 2021, an den Tag der Diakonin, der seit 1998 am Festtag der hl Katharina von Siena (29. April) gefeiert wird.

Jeden Mittwochmorgen treffen sich zahlreiche Frauen der kfd zur Feier der Heiligen Messe in der Bürener Pfarrkirche. Ausgehend von der Tagesliturgie werden Fürbitten und ein Meditationstext von einem Liturgieteam vorbereitet und in die Feier der Heiligen Messe integriert.

Am Mittwoch, 28. April, stand wegen des Festtages der Heiligen Katherina von Siena am folgenden Tag, Donnerstag, 29. April, der Tag der Diakonin im Fokus des Liturgieteams. Und somit wurde das Thema des diesjährigen Tages der Diakonin: "GERECHT" aufgegriffen.

Die geistliche Begleiterin der kfd Büren, Frau Renate Stukenberg, übernahm die Begrüßung und mahnte an, dass „Gerecht leben und handeln“ christlicher Auftrag und Anspruch zugleich sei und forderte in Übereineinstimmung mit dem Bundesverband der kfd und des katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) die Geschlechter-gerechtigkeit in unserer Gesellschaft und somit auch in der Kirche ein.

Frau Renate Stukenberg stellte klar, dass nur eine Kirche, in der Gerechtigkeit verwirklicht ist, eine glaubwürdige Kirche ist. Sie machte deutlich, dass immer mehr Frauen und auch Männer die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am sakramentalen Dienst des Diakonats fordern, da nur eine Kirche, in der sich Gerechtigkeit verwirklicht, eine glaubwürdige Kirche ist.

Sie erwähnte die Tagesheilige des 29. April, die Heilige Katharina von Siena, die sich als Frau nicht scheute, konsequent das von ihr als richtig Erkannte gegen innerkirchliche Widerstände zu verfolgen. Obwohl Katharina keine Bildung genossen hatte und erst spät schreiben lernte, verfasste sie Brandbriefe an Papst Gregor XI., der vor den komplizierten Machtkämpfen in Rom nach Avignon geflohen war. Sie forderte den rechtmäßigen Papst Gregor Xl. auf, nach Rom zurück zu kehren, um so eine drohende Kirchenspaltung zu verhindern.

Als theologischen legitimen Beleg für das Agieren von Frauen in unserer Zeit nannte Frau Renate Stukenberg das Evangelium des Tages vom Richter und der hartnäckigen Witwe, die mit beeindruckendem langem Atem auf Gerechtigkeit gepocht und sich mutig und unnachgiebig für ihr Recht eingesetzt hat. (Lk 18,1-8)

Josef Wördehoff