zur Situation: Impuls

Impuls von Pfarrer i. R. Josef Kersting, Brenken
in den Pfarrnachrichten (Ausgabe 12. - 26. Juli)



Wenn Sie diese Zeilen lesen, nehme ich an, dass Sie zu den Leuten gehören, die sich auch heute noch für den christlichen Glauben, für die Kirche, die Gemeinde und die Gottesdienste interessieren.

Als Christen leben wir vorab in der Gemeinschaft unserer eigenen Gemeinde. Wobei heute die Verbundenheit mit den Christen im pastoralen Raum, mit den Gemeinden der Nachbarschaft und mit dem Bistum immer klarer und wichtiger wird.

Unsere eigene Gemeinde ist der Ort, wo wir zusammen leben, wo wir unsere eigene Kirche haben, wo wir uns treffen, den Sonntag und die Feste zu feiern, wo wir uns größtenteils kennen und Freud und Leid miteinander teilen.

Wir machen allerdings auch hier die Erfahrung, dass Glaube und Kirche immer mehr Menschen kaum oder gar nicht mehr interessiert. So sind auch in unseren hiesigen Gemeinden eine Reihe aus der Kirche ausgetreten, von denen wir als Priester das vorher nicht vermutet hätten. Unsere Christenschar ist daher um einiges kleiner geworden - doch versuchen wir, lebendige Gemeinde zu sein.

Dazu gehört, dass wir den Sonntag als den Tag des Herrn begehen. Dabei geht es nicht um Erfüllung des Sonntagsgebotes, sondern um die Feier des Herrentages mit Gebet und Gottesdienst mit Freizeit für Familie und Freunde.
Alle Arbeiten, die nicht unbedingt notwendig sind, lassen wir an diesem Tag liegen. Der Besuch eines Gottesdienstes ist uns wichtig. Die gemeinsame Feier des Gottesdienstes in der Kirche soll eine wichtige Stelle für einen Christen im Verlauf des Sonntags haben. Dann kann diese Stunde in der Kirche ein prägender Ruhepunkt für den ganzen Sonntag sein. In Brenken beispielsweise wird der Sonntagsgottesdienst ab dem 18. Juli um 9:30 Uhr sein. Wenn diese Zeit für jemanden unpassend ist, kann er auf die Gottesdienste in den Nachbarpfarreien ausweichen.

Die vielfachen Übertragungen von Sonntagsgottesdiensten im Fernsehen sind eine gute Möglichkeit, für alle, die aus besonderen Gründen nicht zur Kirche kommen können. Sie können aber das wirkliche „Dabeisein“ nicht ersetzen.

So wünsche ich Ihnen für die nächsten Sommer- und Feriensonntage freudvolle Erfahrungen bei den Sonntagsgottesdiensten - besonders, wenn Sie mit Herz und Hand mit Seele und Gedanken mitfeiern. Wenn Sie Wünsche oder Vorschläge haben, wenden Sie sich gern an unser Pastoralteam.

Ihr Pastor Josef Kersting