Kirche an der Burg: Ausstellung der Menschlichkeit wird aufgebaut


Nachdem Mitglieder des Kirchenvorstands und der kath. Kirchengemeinde Wewelsburg die ehemaligen Räume der Katharinenschwestern im Jodokushaus mit viel Energie und in Eigenleistung verschönert haben, wird jetzt im Rahmen des Projektes „Kirche an der Burg“ eine „Ausstellung der Menschlichkeit“ aufgebaut, die Pfingstmontag, 10.06.,  mit einem Freilichtgottesdienst um 10.00 Uhr eröffnet werden soll.


Eine Projektgruppe aus Gemeinden des Pastoralverbunds Büren versucht im Augenblick in sieben Räumen mit berührenden Darstellungen der Frage der Menschlichkeit auf die Spur zu kommen. Anknüpfend an die Gedenkstätte 1933 bis 1945 im Gelände der Burg  stellt sie die Frage nach Humanität im Jahre 2019, also in unserer Zeit, da sich so viele Menschen, politische und wirtschaftliche Systeme immer mehr im eigenen Ego und im Populismus eingraben und sogar Europa in Gefahr ist zu scheitern.

Mit dem Thema „Mensch, wo bist Du?“ stützt sie sich neben den Menschenrechten vor allem auf  das Grundgesetz des christlichen Glaubens, wie es im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums verkündet wird. Da sagt Jesus, der Menschensohn,  sinngemäß von sich selbst: „Ich war krank, nackt, ohne Würde, im Gefängnis, heimatlos, ohne Asyl, hungrig, durstig--- Und Du hast dich nicht geschämt, zu mir in Kontakt zu treten…?“ Genau diese Begriffe der Selbstaussage Jesu bilden auch die Themen der einzelnen Ausstellungsräume. So wird z.B. im Raum „Hungrig“ dargestellt, dass jeder „verhungerte Mensch ein ermorderter Mensch“ (Jean Ziegler) ist, weil ein ungerechtes Wirtschaftssystem dafür sorgt, dass in den reichen Ländern fast 50 % der Lebensmittel weggeworfen werden, während gleichzeitig nahezu 1 Milliarde Menschen jährlich verhungert. Es geht aber auch um den Hunger und den Durst von Seelen in unserem Kulturbereich, die  in der Wüste von Beziehungs-losigkeit, Anonymität und Einsamkeit zu verdursten drohen.

Die Ausstellungsräume bieten keine Fülle von Information, sondern wollen vielmehr durch Kurzfilme, Geräusche, durch Musik unterlegte Botschaften, die Wirkung von Licht die BesucherInnen erreichen.

 


Ein Bild zeigt im Raum „Heimatlos“ eine nachgebaute Barke eines
Flüchtlingsbootes auf der Insel Lampedusa, auf der der Papst Messe gefeiert hat.


Eine Nachbildung des Kreuzes von Lampedusa, das aus Bohlen
eines Flüchtlingsbootes gebaut wurde.


Das zweite Bild zeigt eine Gruppe mit Pflegebett im Raum „krank“
unter dem Titel: „Gebt mir Medizin und Pflege,
aber die Rose der Liebe gebt mir auch.“



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Veröffentlicht
13:01:00 10.05.2019