"Eine Erde reicht nicht, wir brauchen drei"



Aktionswoche "Sunday for future"

„Wenn ich wüßte, die Welt geht morgen unter, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Diesen Satz Martin Luthers nahmen Ende September mehr als 50 Kinder der kath. Pfarrgemeinde Sidding-hausen/Weine wörtlich und pflanzten einen Apfelbaum im Pfarrgarten und über 100 Bäume im Wald. Aus Müll stellten sie außerdem noch Vogelhäuschen oder Spielzeug her.  Auf all die düsteren Prognosen vom Klimawandel, Wald- und Artensterben wollten nicht nur die Kinder der Gemeinde in der Erlebnis- und Bildunsgwoche „Sundays for future“ Ende September, zu der der Pfarrgemeinderat für sieben Tage eingeladen hatte, hoffnungslos reagieren, sondern konkrete Aktionen und Vorsätze erarbeiten.

Am ersten Tag der Aktionswoche, 22.9., führte Förster Schütte mehr als 120 Teilnehmende jeden Alters in den umliegenden Wald und erklärte eindrucksvoll die gewaltigen Schäden an fast allen Bäumen und löste damit große Nachdenklichkeit aus.

Am 23.09. folgten der Einladung von  Msgr. Auffenberg zahlreiche Gemeindeglieder zur Ruhe-, Phantasie-, und Entspannungsübungen in die Pfarrkirche mit dem Ziel, selbst innerlich zur Ruhe zu kommen, um dann der Natur die gleiche Ruhe gönnen zu können.

Am Dienstag, 24. Sept.,  kam es mit dem Referenten Dirk Toredde vom Naturschutzbund in der Alten Schule Siddinghausen zu heftigen Diskussionen über die Ursachen der Misere im Klima- und Umweltschutz. Am Ende stand die Erkenntnis, dass es nicht um einseitige Schuldzuweisungen gehen kann, sondern um die Bereitschaft jedes Einzelnen, seinen Teil der Verantwortung zu übernehmen.

Nachdem am Mittwoch ein Schöpfungsgottesdienst der Frauengemeinschaft etliche BesucherInnen in das Heimathaus Siddinghausen gelockt hatte, versammelten sich am Donnerstag Jugendliche im Feuerwehrhaus, um den eigenen ökölogischen Fussabdruck an Hand spezieller Fragen zu testen. Dieses Experiment führte zu der erschreckenden Wahrnehmung: Wenn wir weiter so viel verbrauchen von unserer Erde wie im Augenblick, brauchen wir drei Erden.

Beim Abschlussgottesdienst am 29. Sept. füllte sich die Sidaghalle bis auf den letzten Platz. Tief bewegt waren die GottesdienstbesucherInnen von den Berichten und Ergebnissen der einzelnen Tage der Woche und den rhythmischen und einfühlsamen Liedern. Still wurde es im Saal, als Laetitia Wendt, eine der Klimaaktivisten und Hauptorganisatoren der Paderborner „Fridays for future“-Bewegung von Ihrer und der Motivation ihrer MitschülerInnen sprach. „Wir machen das“, so ihr Schlussresümee, „weil wir, die junge Generation, nicht ohne Hoffnung leben können.“



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Veröffentlicht
11:11:00 31.10.2019