Schatten ins Licht stellen - Eröffnung der Licht-Blick-Kirche in Wewelsburg

„Überwältigend! Fantastisch! Berührend!“ Kaum ein Superlativ wurde ausgelassen, als am Sonntagabend, 2. Febr., mehr als 350 BesucherInnen die Jodokuskirche in Wewelsburg verließen. Sie hatten dort gerade die Eröffnung der „Licht-Blick-Kirche-an-der-Burg“ erlebt. In einer Imagination von Licht, Farben, Musik und Wort waren über eine Stunde lang Teile der christlichen und biblischen Botschaft als ganzheitliches spirituelles Projekt zum Leben erweckt worden.

In seiner Einführung machte Pastor Scheele deutlich, dass die Wewelsburger Licht-Blick-Kirche eine von drei Umsetzungen des Projektes „Kirche-an-der-Burg“ des Pastoralverbunds Büren ist. Es gehe den Verantwortlichen darum, das Anliegen der Humanität in seiner christlichen Dynamik zeitaktuell und tröstend erfahrbar zu machen. Darum sei auch die Verbindung von Kirche und Burg mit Gedenkstätte und Jugendherberge so wichtig.

Die GottesdienstteilnemerInnen zuckten regelrecht zusammen, als dann plötzlich Blitze und Donner über sie hinwegrollten und an das Erweckungserlebnis des Gemeindepatrons Jodokus im 7. Jahrhundert in der Betragne erinnerten.

Weitere Lichtblicke fragten, ob dieses Grollen, das „Weinen in der Welt“ (Else Lasker Schüler)  nicht auch Wewelsburg, ganz Deutschland und Europa vor 75 Jahren und davor bestimmt hatten. `Und ist es nicht auch heute zum Weinen, wenn man sieht, wie Menschlichkeit immer noch mit Füßen getreten wird oder Menschen statt miteinander übereinander reden?´

Andere Lichtblicke erinnerten an den Martyrer des Naziregimes am 2. Febr. 1945, Pater Alfred Delp, oder ließen „die Steine der Kirche sprechen“ über die Erfahrungen und Tröstungen der Kirchenbesucher in den Jahrhunderten dieser Kirche.

„Menschen sind nicht Sternenstaub auf einem sandkorngroßen Planeten am Rande des Universums, sondern jeder einzelne Mensch ist ein Gedanke Gottes, ein Licht-Blick des ewigen Lichtes. Seine Würde ist unantastbar, weil sie Gotteswürde ist. Darum stellen wir hier die menschlichen Schatten ins göttliche Licht.“ So die Grundbotschaft dieses Abends.

Zum Schluss dankte Pfarrer Gede als Leiter des Pastoralverbunds Büren, dem Erzbistum Paderborn, das die „Kirche an der Burg“ zu einem innovativen Projekt seines Zukunftsbildes gemacht und mit erheblichen Kirchensteuermitteln unterstützt hat.

Er dankte allen Verantwortlichen, Benedikt Krüger als technischen Leiter,

den Firmen Karthaus aus Ahden und Lightmosphere aus Soest, dem Kirchenvorstand in den Personen von Herrn Reelsen und Frau Kroll, Frau Anja Werthmann als Verwaltungsleiterin, Herrn Wessels von Radio Antenne Münster und seiner Mitarbeiterin, der Küsterin Frau Grothe, sowie Pastor Scheele und Msgr. Ullrich Auffenberg für die Projektleitung und die inhaltliche Impulsgebung.

Der Beifall am Ende war frenetisch.

 

Die „Licht-Blick-Kirche“ in Wewelsburg lädt jeden Tag von 09.00 Uhr bist 18.00 Uhr zu Meditation und Besinnung einzelne Besucher, aber auch Gruppen ein. Man braucht keine Führung, sondern kann hinten in der Kirche auf einem Pult Themen anwählen, die der derzeitigen Stimmung entsprechen und auf einen Knopf drücken.








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Veröffentlicht
08:55:00 04.02.2020